4/2018 Japonismus im Kunsthaus Kaufbeuren

Sakura – es ist Kirschblütenzeit. Für die Japaner die schönste Jahreszeit. Auch in Bayern kommen wir Japans Schönheit ein Stück näher. Im Kunsthaus Kaufbeuren treffen wir den Direktor Jan T. Wilms. Er hat sich 150 Farbholzschnitte von 40 Künstlern ins Haus geholt. Erstaunlich, wie intensiv sich Künstler aus Europa von 1900 bis 1950 mit japanischer Drucktechnik befasst haben. Vesna Tornjanski von VTPR public relations war selbst mit ihrer Kogyō-Serie vertreten – eine Hommage an das traditionelle Nō-Theater.

Wer wissen will, wie ein Japaner die Welt sieht, muss ein echtes Nō-Theater in Tokio besuchen. Oder die Münchner Kammerspiele, wo sich Toshiki Okada neulich als Gast-Regisseur dieser traditionellen Theaterform bedient, um vom Japan der Gegenwart zu erzählen.  (FAZ 2/2017)

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Tsuchiya Koitsu, Abendansicht vom See Sai, 1938

Wenig Mimik, kaum Bewegung und nur ganz gezielte Gebärden müssen die Nō-Darsteller perfekt beherrschen. Eine Art Körpersprache, die sich heutzutage wunderbar in die knallharte Bussinesswelt übersetzen lässt. Ein Grund mehr für die UNESCO, das Nō-Theater im Jahr 2001 als Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit zu listen. (Deutschlandfunk 1/2017)

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Tsukioka Kogyō, Kurama tengu, ca. 1923 Diptychon

Comeback in Kaufbeuren – bis zum 22. April können wir die Nō-Schauspieler in ihrer ganzen Kostümpracht bestaunen. Dank sorgfältig ausgewählter Farbholzschnitte zu Tsukioka Kogyō wird den prächtigen Gewändern, farblich und grafisch, ebenfalls Tribut gezollt. „Diese ritualisierte, performative Kunstform, die seit dem 15. Jahrhundert bestand und vornehmlich von der Elitenklasse der Samurai gefördert und genossen wurde, war im Zuge der Modernisierung (als Folge der Meiji-Restauration 1868) vom Aussterben bedroht.“ (Trinh, Khanh „Tsukioka Kogyō“, erschienen im Katalog „Crossing Cultures. Der Farbholzschnitt in Europa und Japan 1900-1950“, Hrsg.: Jan T. Wilms, Kunsthaus Kaufbeuren 2017, ISBN: 978-3-9819254-0-39,00 Euro)

 

Aktuelle Pressestimmen zur Ausstellung „Crossing Cultures“ im Kunsthaus Kaufbeuren:

BR – Rundschau: „Ausstellung: Crossing Cultures“ 1/2018

B5 Aktuell: „Kunst zwischen den Zeiten und den Kulturen“ 1/2018

Bayern 2 – Kulturwelt 12/2017

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG: „Verbindender Querschnitt“ 1/2018

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG: „Ganz im Om und Jetzt“ 12/2017

AUGSBURGER ALLGEMEINE: „Als Japan dem Westen etwas voraushatte“ 12/2017

MÜNCHNER MERKUR – Kreisbote „Crossing Cultures“ 12/2017